Motion Scan: Eine „Sackkasse“?

Laut David Cage, Leiter von Quantic Dreams, soll die hauseigene Motion-Capture-Technologie ein „signifikanter Fortschritt“ sein, im Vergleich zu dem Verfahren, das bei „Heavy Rain“ benutzt wurde.

Bei dem Gespräch mit C&VG wurde Cage auch auf das Verfahren angesprochen, das Team Bondi für ihr Spiel „L.A. Noire“ nutzten. Das MotionScan-Verfahren das Bondi benutzt benötigt echte Darsteller, eine geeignete Software und 32 Kameras, die die Mimik des Darstellers aufnimmt. Aus diesem Grund gehört „L.A. Noire“ auch zum Aufgebot des Tribeca Film Festivals.

David Cage und sein Entwicklerunternehmen würden von dieser Technik allerdings absehen:

„Was soll ich über L.A. Noire sagen? Ich denke, das ist vorläufig eine interessante Lösung für ein Problem. Es ist aber auch eine interessante Sackgasse. Das ist genau das, was ich darüber denke. Ihre Technik ist unglaublich teuer und sie können damit nie Körper und Gesicht gleichzeitig erfassen.“

Bei künftigen Produktionen soll auf ein Performance-Capture-System gesetzt werden, das dies ermöglicht.

„Für uns ist da ein Riesenunterschied zwischen dem separaten und dem gleichzeitigen Erfassen von Körper und Gesicht. Plötzlich hat man da wirklich einen Eindruck von Schauspielerei, der konsistent ist. Man kann sich kaum vorstellen, wie das, was du mit deinem Gesicht ausdrückst, mit dem zusammenhängt, was dein Körper macht.“

Das MotionScan-Verfahren von Bondi beherrsche auch keine Echtzeitbeleuchtung und könne auf bestimme Shader nicht zugreifen und so die Augen der Personen nicht neu ausrichten, umso die Dialoge zwischen zwei Personen noch realistischer zu gestalten. Außerdem meldet Cage auch, dass „L.A. Noire“ wirklich gut aussehe, aber viel Spielraum für Verbesserungen sehe er bei diesem Verfahren nicht.

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